Handbuch

Kreuzpeilung

Mit einer Kreuzpeilung kombinierst du zwei Peilungen von unterschiedlichen Standorten. Der Schnittpunkt der Linien hilft, ein Ziel auf der Karte einzugrenzen und als Marker zu speichern.

Einsatz

Wofür die Kreuzpeilung gedacht ist

Die Funktion ist hilfreich, wenn du ein Objekt sehen oder aus einer Richtung bestimmen kannst, seine genaue Position aber noch nicht kennst.

Ziel eingrenzen

Du peilst ein sichtbares Ziel von zwei verschiedenen Standorten aus an. Dort, wo sich die Peilungslinien schneiden, liegt der wahrscheinlichste Zielpunkt.

Marker erzeugen

Der gefundene Schnittpunkt kann direkt als Marker gesetzt werden. Danach lässt er sich benennen, bearbeiten, exportieren, teilen oder für Navigation verwenden.

Plausibilität prüfen

Durch mehrere Beobachtungen kannst du erkennen, ob die Peilungen sauber zusammenlaufen oder ob Standort, Kompassrichtung oder Zielerfassung noch ungenau sind.

Schritt 1

Peilungen anlegen

Lege mindestens zwei Peilungen an, die von unterschiedlichen Startpunkten in Richtung desselben Ziels zeigen. Je deutlicher sich die Linien schneiden, desto besser lässt sich der Zielbereich bestimmen.

  1. Werkzeug öffnenÖffne unten das Tools-Menü und wähle Peilung aus.
  2. Startpunkt wählenTippe auf die Karte oder nutze Koordinaten, Objekte oder Hier (GPS), um den Startpunkt der Peilung festzulegen.
  3. Richtung setzenVerwende Setzen für die aktuelle Blickrichtung, LiveView für eine Kamera-Peilung oder gib die Richtung als Gradzahl ein.
  4. Zweite Peilung ergänzenWechsle den Standort oder wähle einen zweiten Startpunkt und erstelle eine weitere Peilung auf dasselbe Ziel.
  5. Objekte benennenBenennungen wie Peilung 1 und Peilung 2 machen die Auswahl beim Berechnen des Schnittpunkts übersichtlich.

Auswahl

Optionen für Startpunkt und Richtung

Beim Anlegen einer Peilung kannst du je nach Situation verschiedene Quellen verwenden.

OptionBeschreibung
Karte antippenDu setzt den Startpunkt direkt auf der Karte und gibst anschließend die Peilrichtung an.
SetzenDie App übernimmt deine aktuelle Position und die aktuelle Geräteausrichtung als Peilung. Dafür müssen Standort und Kompassausrichtung verfügbar sein.
LiveViewÖffnet die Kameraansicht. Du fixierst das Ziel visuell, die App übernimmt daraus die Peilrichtung.
KoordinatenDu gibst einen bekannten Startpunkt ein, zum Beispiel aus einer anderen Quelle oder einer vorherigen Messung.
ObjekteEin vorhandener Marker, POI oder ein anderes geeignetes Kartenobjekt wird als Startpunkt verwendet.
⌖ Hier (GPS)Die aktuelle GPS-Position wird als Startpunkt genutzt. Das ist praktisch, wenn du direkt vor Ort peilst.

Schritt 2

Schnittpunkt berechnen

Nachdem die Peilungen als Objekte vorhanden sind, berechnet die App den Schnittpunkt aus zwei geeigneten Objekten.

  1. Berechnung öffnenÖffne die Schnittpunktberechnung aus dem Objektbereich beziehungsweise aus dem passenden Objektmenü.
  2. Zwei Peilungen auswählenWähle für eine klassische Kreuzpeilung zwei Peilungsobjekte aus. Die Liste kann auch andere geeignete Objekte wie Kreise enthalten.
  3. BerechnenTippe auf Berechnen. Wenn die Geometrie gültig ist, zeigt die App die gefundenen Schnittpunkte mit Koordinaten an.
  4. Marker setzenMit Marker setzen speicherst du den gefundenen Schnittpunkt als normales Kartenobjekt.

Schritt 3

Ergebnis prüfen und speichern

Der Schnittpunkt ist eine berechnete Position. Prüfe ihn auf der Karte, bevor du ihn als Ziel, Marker oder Exportpunkt weiterverwendest.

  1. Auf der Karte prüfenZoome in den Zielbereich und kontrolliere, ob der Schnittpunkt plausibel auf dem erwarteten Objekt oder Geländeabschnitt liegt.
  2. Marker bearbeitenDer gesetzte Marker kann umbenannt, eingeblendet, ausgeblendet, exportiert, geteilt oder zur Navigation verwendet werden.
  3. Peilungen nachjustierenWenn der Punkt deutlich daneben liegt, korrigiere Startpunkt, Gradzahl, Linienlänge oder erstelle eine zusätzliche Peilung.

Genauigkeit

Worauf du in der Praxis achten solltest

Eine Kreuzpeilung liefert eine gute Näherung, aber keine absolute Positionsgarantie. Die Qualität hängt stark von den Eingangsdaten ab.

Schnittwinkel

Sehr flache Schnittwinkel sind ungenau. Besser sind Peilungen, die sich deutlich kreuzen, idealerweise ungefähr zwischen 60° und 120°.

Sensoren und Standort

GPS-Genauigkeit, Kompasskalibrierung, magnetische Störungen und die Haltung des Geräts beeinflussen die Richtung. Prüfe bei kritischen Punkten den Kompassstatus.

Mehrere Peilungen

Wenn möglich, nutze mehr als zwei Beobachtungen. Mehrere Linien zeigen schneller, ob ein einzelner Messpunkt oder eine Richtung unplausibel ist.

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Update

Angeleitete Kreuzpeilung zur Entfernungsmessung

Die Kreuzpeilung ist jetzt stärker als geführter Ablauf beschrieben: Du wählst geeignete Peilungen, Kreise oder Messobjekte aus, lässt Schnittpunkte berechnen und speicherst plausible Ergebnisse direkt als Marker.

  1. Lege zuerst eine oder mehrere Peilungen an, zum Beispiel über aktuelle Blickrichtung, LiveView, Koordinaten, Objekte oder Hier (GPS).
  2. Kombiniere zwei geeignete Objekte in der Schnittpunktberechnung. Für Entfernungssituationen kann das auch eine Peilung mit einem Kreis oder eine Kombination aus mehreren Peilungen sein.
  3. Prüfe den berechneten Schnittpunkt auf der Karte und speichere ihn bei Bedarf als Marker, Ziel oder weiteres Arbeitsobjekt.