Bereichsüberwachung

Objektalarme richtig einrichten

Lass dich benachrichtigen, wenn du einen festgelegten Bereich verlassen oder betreten hast. MapTools berücksichtigt dabei Objekttyp, GPS-Genauigkeit und die Grenzen energiesparender Hintergrundüberwachung.

Grundprinzip

Innerhalb bleiben oder außerhalb bleiben

Ein Objektalarm verknüpft ein vorhandenes Projektobjekt mit einer räumlichen Bedingung. Eine rote Glocke zeigt an, dass der Alarm aktiv ist.

Innerhalb bleiben

Der Alarm wird ausgelöst, wenn die bestätigte Position den erlaubten Bereich verlässt. Das eignet sich etwa für einen Aufenthaltsbereich oder einen Routenkorridor.

Außerhalb bleiben

Der Alarm wird ausgelöst, wenn die bestätigte Position in den festgelegten Bereich gelangt. Das eignet sich für eine Annäherungs- oder Ausschlusszone.

Vier Objekttypen

Marker, Kreise, Flächen und Routen können überwacht werden. Die räumliche Berechnung richtet sich nach der tatsächlichen Geometrie des Objekts.

Sichtbare Kennzeichnung

Aktive Alarme erscheinen mit roter Glocke im Objekt-Infosheet, im Objektbrowser sowie am Objekt in Google Maps und VTM.

Bedienung

Vom Objekt zum aktiven Alarm

Die Einstellungen liegen direkt am Objekt. Dadurch ist immer erkennbar, welche Geometrie überwacht wird und wie der Alarm später wieder geändert oder entfernt werden kann.

  1. Objekt öffnenMarker, Kreis, Fläche oder Route im Objekt-Infosheet öffnen und die Glocke antippen.
  2. Bedingung wählenInnerhalb bleiben oder außerhalb bleiben wählen und den Alarmabstand beziehungsweise Korridor festlegen.
  3. Signalisierung festlegenTon und Vibration, nur Vibration oder still sowie Vibrationsmuster, Ton und relative Lautstärke auswählen.
  4. Signal testenDie gewählte Signalisierung vor dem Speichern anhören oder fühlen.
  5. Alarm aktivierenSpeichern und die rote Glocke an Objekt, Kartenansicht und Objektbrowser kontrollieren.
Objekt-Infosheet mit roter Glocke für einen aktiven Alarm
Die Glocke öffnet die Alarmeinstellungen und zeigt mit Rot den aktiven Zustand.
Objektalarm-Einstellungen mit Bedingung, Abstand und Signalisierung
Bedingung, Abstand, Warnart, Vibrationsmuster, Ton und Lautstärke liegen in einem kompakten Ablauf.

Genauigkeit

Wie MapTools einen Grenzübertritt bewertet

Ein einzelner schwankender GPS-Fix soll keinen unnötigen Alarm auslösen. Deshalb verbindet MapTools Geometrie, gemeldete Genauigkeit und zeitliche Bestätigung.

Marker

Der Abstand wird zur Markerposition berechnet. Der eingestellte Alarmradius definiert den überwachten Bereich.

Kreis und Fläche

Beim Kreis wird die Kreisgeometrie, bei einer Fläche die Polygonkante und das Innere berücksichtigt.

Route

MapTools verwendet die nächstgelegene Stelle der vollständigen Routengeometrie. Der eingestellte Abstand bildet den Korridor entlang der Route.

Bestätigte Zustände

Fixalter, GPS-Genauigkeit, mehrere bestätigende Messungen über mindestens acht Sekunden und Hysterese vermindern Fehlalarme an einer schwankenden Grenze.

Hintergrund

Energiesparende Systemgeofences mit klaren Grenzen

Die genaue Geometrieprüfung läuft bei sichtbarer App. Für Marker und Kreise kann zusätzlich eine ausdrückliche Hintergrundüberwachung über Android-Systemgeofences aktiviert werden.

Sichtbare App

Marker, Kreise, Flächen und Routen werden über den vorhandenen Standortfluss und ihre vollständige Geometrie ausgewertet.

App im Hintergrund oder geschlossen

Nach ausdrücklicher Freigabe können Marker und Kreise über Android-Systemgeofences weiter überwacht werden. Fläche und Route bleiben auf die sichtbare App beschränkt.

Neustart und Force Stop

Aktivierte Systemgeofences können nach einem Geräteneustart erneut registriert werden. Nach Androids Stopp erzwingen startet die Überwachung erst beim nächsten Öffnen von MapTools.

Akku und Verzögerung

Systemgeofences sind akkuschonend, aber nicht sekundengenau. Kleine Radien, schlechter Empfang, Doze und Hersteller-Energiesparregeln können die Meldung verzögern.

Erläuterung und Schalter für die Hintergrundüberwachung
Hintergrundstandort wird nur für die ausdrücklich gewählte Systemgeofence-Funktion erklärt und angefordert.
Objektalarm-Benachrichtigung mit Schlummern, leiser und stoppen
Direkte Aktionen begrenzen die Signalisierung, ohne zuerst die App öffnen zu müssen.

Nicht für sicherheitskritische Grenzen

Ein Smartphone-Alarm ersetzt keine Aufsicht, Absperrung, Einsatzleitung oder sicherheitskritische Navigation. Plane besonders bei Radien unter 100 Metern eine praktische Toleranz ein.

Benachrichtigung

Signal wählen und direkt reagieren

Die akustische und haptische Ausgabe lässt sich an Umgebung und Einsatz anpassen. MapTools verändert dabei nicht eigenmächtig die Systemlautstärke.

Ton und Vibration

Wähle Systemton oder eine lesbare lokale Audiodatei, ein Vibrationsmuster und eine relative Lautstärke innerhalb des passenden Audiokanals.

Nur Vibration oder still

Beide Varianten sind direkt im kompakten Auswahlfeld verfügbar und können vor dem Speichern getestet werden.

Aktionen in der Meldung

Ein ausgelöster Alarm kann für zehn Minuten geschlummert, auf eine leisere Signalisierung umgestellt oder vollständig gestoppt werden.

Alarmfilter

Die Glocke im Objektbrowser zeigt nur Objekte mit aktivem Alarm. Textsuche, Kategorie und Sichtbarkeit wirken weiterhin zusätzlich.

Objektbrowser mit aktivem Glockenfilter
Der Alarmfilter lässt sich mit Text-, Kategorie- und Sichtbarkeitsfiltern kombinieren.

Daten und Portabilität

Was gespeichert wird und was lokal bleibt

Alarmdefinition und Geräteeinstellungen werden bewusst getrennt, damit ein Projektimport oder Restore nicht unerwartet eine Hintergrundüberwachung startet.

Projekt und Backup

Die Alarmdefinition am Objekt kann in .asmaps und App-Backups erhalten bleiben. Objekt-IDs werden beim Projektimport sauber neu zugeordnet.

Nur auf diesem Gerät

Hintergrundfreigabe, ausgewählte Audio-URI und Schlummerzustand bleiben lokale Geräteeinstellungen und werden nicht in portable Projekte oder Backups übernommen.

Standortverarbeitung

MapTools verarbeitet Standortdaten für den aktivierten Alarm und sendet Alarmstandorte nicht an einen eigenen MapTools-Server.

Berechtigungen

Standort im Vordergrund, Benachrichtigungen und optional Hintergrundstandort werden im konkreten Alarmablauf erklärt und getrennt angefordert.

Free und Pro

In Free kann ein Objektalarm gleichzeitig aktiv sein. Pro erlaubt bis zu 50 aktive Objektalarme. Android- und Gerätebeschränkungen gelten in beiden Editionen.

Technischer Hintergrund

Zwei Prüfpfade, ein Alarmmodell

MapTools verwendet nicht gleichzeitig zwei konkurrierende Geofencing-Systeme. Je nach App-Zustand übernimmt genau der passende Pfad.

MapTools im Vordergrund

Die App wertet den vorhandenen Standortfluss selbst aus. Dadurch können Marker, Kreise, Flächen und vollständige Routenkorridore mit GPS-Genauigkeit, Hysterese und zeitlicher Bestätigung geprüft werden.

App im Hintergrund oder Prozess beendet

Für freigegebene Marker und Kreise registriert MapTools einen kreisförmigen System-Geofence über Google Play-Dienste. Android kann ihn akkuschonend überwachen und den lokalen Receiver bei einem Grenzübertritt wecken.

Lokal und ohne Kartenabhängigkeit

Die Alarmdefinition bleibt in MapTools auf dem Gerät. MapTools lädt Alarmstandorte nicht auf einen eigenen Server. VTM rendert nur die Karte; auch Google Maps ist nicht der Geofence-Motor. Optionale Google-Standortgenauigkeit unterliegt den Geräteeinstellungen.

Genauigkeit gegen Akku

System-Geofences bündeln Standortprüfungen und vermeiden einen dauerhaft laufenden MapTools-GPS-Stream. Das spart Akku, ist aber nicht sekundengenau. Empfang, Radius, Doze und Herstellerregeln können Auslösung und Genauigkeit beeinflussen.

Neustart und Stopp erzwingen

Nach einem Geräteneustart registriert MapTools freigegebene System-Geofences erneut. Nach Androids Stopp erzwingen bleiben sie aus, bis MapTools wieder geöffnet wird. Ohne Google Play-Dienste gilt nur die Überwachung bei sichtbarer App.

Berechtigungen im Detail

Ausgelöster Alarm

Hinweis bestätigen, schlummern oder Überwachung stoppen

Das Alarmfenster zeigt Bedingung, aktuelle Entfernung, Abstand beziehungsweise Überschreitung der Grenze und GPS-Genauigkeit. Danach entscheidest du, was mit dem aktuellen Signal und der weiteren Überwachung geschehen soll.

AktionWirkung
Auf Karte anzeigenÖffnet Objekt und aktuelle Lage auf der Karte, damit du Bedingung und Grenzverlauf prüfen kannst.
AlarmeinstellungenÖffnet die Konfiguration des betroffenen Alarms.
SchlummernUnterdrückt Signale für 5, 10, 30 oder 60 Minuten. Die gewählte Dauer ändert nicht das Objekt oder die Grenzbedingung.
Signal ändern / LeiserPasst die Signalisierung an, ohne die Überwachung zu entfernen. Die Benachrichtigung bietet eine Schnellaktion für „Leiser“.
Alarm bestätigen / schließenBeendet nur das aktuelle Signal. Die Überwachung bleibt aktiv und kann erneut auslösen, nachdem die Position zuerst wieder im erlaubten Bereich war.
Alarm stoppenBeendet die Überwachung dieses Objektalarms. Nutze dies, wenn kein weiterer Alarm gewünscht ist.

Benachrichtigungsaktionen

Aus der Android-Benachrichtigung stehen 10 Min. schlummern, Leiser und Alarm stoppen zur Verfügung. Android-Benachrichtigungsrechte, Tonkanal und Energiesparen können beeinflussen, wie deutlich oder rechtzeitig ein Signal erscheint.

Erneutes Auslösen

Bestätigen setzt die Bedingung nicht zurück

Nach einer Bestätigung wartet MapTools darauf, dass die Position wieder sicher auf der erlaubten Seite der Grenze liegt. Erst eine neue Überschreitung kann erneut alarmieren. Bei ungenauer GPS-Position kann der Status vorübergehend „unklar“ oder „mögliche Verletzung wird geprüft“ lauten.

Aktivieren und verwenden

Vom Glockensymbol bis zur Alarmmeldung

Die Überwachung wird bewusst pro Objekt eingerichtet. Hintergrundzugriff ist optional und wird erst im Alarmablauf erklärt und angefordert.

  1. Objekt öffnenÖffne das Infosheet eines Markers, Kreises, einer Fläche oder Route und tippe auf die Glocke.
  2. Alarm festlegenWähle Bedingung, Abstand, Signalisierung und bei Marker oder Kreis optional die Überwachung nach Verlassen von MapTools. Bestätige anschließend die von Android verlangten Standort- und Benachrichtigungsrechte.
  3. Auf die Meldung reagierenBeim bestätigten Grenzübertritt zeigt MapTools Objektname, Bedingung und Entfernung. Von dort kannst du zum Objekt wechseln, schlummern, leiser signalisieren oder den Alarm stoppen.
Objekt-Infosheet mit roter Glocke für einen aktiven Alarm
Die Glocke öffnet den Alarm und zeigt den aktiven Zustand rot an.
Alarmeinstellungen mit Signalton und Hintergrundüberwachung
Signal, Lautstärke und die optionale Hintergrundüberwachung werden am Objekt eingestellt.
Android-Benachrichtigung nach dem Überschreiten einer Alarmgrenze
Die Alarmmeldung bietet direkte Aktionen zum Schlummern, leiseren Signalisieren und Stoppen.

App sichtbar

MapTools wertet Marker, Kreise, Flächen und Routenkorridore selbst aus. Dadurch bleibt die tatsächliche Objektgeometrie erhalten.

App im Hintergrund oder geschlossen

Android überwacht nur ausdrücklich freigegebene Marker und Kreise als kreisförmige System-Geofences. Flächen und Routen werden dann nicht weiter geprüft.

Warum kein dauerhafter Vordergrunddienst?

Ein eigener dauerhaft laufender GPS-Dienst würde mehr Akku benötigen. Außerdem nennt Google Play Geofencing ab dem 26. August 2026 ausdrücklich nicht mehr als zulässigen Anwendungsfall für standortbezogene Vordergrunddienste und verweist auf die Geofencing API.

Lokal, aber nicht sekundengenau

Die Regeln bleiben auf dem Gerät und benötigen keinen MapTools-Server. Android bündelt Standortprüfungen zum Energiesparen; Empfang, Doze und Herstellerregeln können eine Meldung verzögern.